Dedicated to D. F. - Happy early birthday.


About longings, the past and a life in faded grey

Always clinging to the past,
Like a loner in the night.
Looking over the shoulder,
Carrying my burden deep inside.

Summer leaves, seasons pass,
Autumn’s here, weather changes.
I’m falling with the leaves
Among these unknown faces.

Wonderful times,
Why do you always pass away?
Without your warmth
Everything tints faded grey.
Ancient expressions gone by,
You’re simply not the same.
Everything I loved about you
Now causes nothing but pain.

Playing my guitar all alone,
Keeping the memories alive,
My song meant to cure
The cancer that will ever survive.

Autumn leaves, seasons pass,
Winter’s here, weather changes.
I’m lying backwards in the snow
Thinking of their frozen faces.

Wonderful times,
Why do you always pass away?
Without your warmth
Everything tints faded grey.
Ancient feelings gone by,
I’m simply not the same.
Everything I treasured in life
Turned my joy into pain.

Heading nowhere through
My personal wasteland,
My longing’s with me,
Holding on to my hand.
And again and again
I turn around to see
If the beloved past times
Will come back to me.

Wonderful times,
Why do you always pass away?
Without your warmth
Everything tints faded grey.
Once close bonds gone by,
We‘re simply not the same.
Nothing can be eternal,
So remembrance is my pain.

. . . . . . . . .

(Falls es gefällt, würde ich mich freuen, wenn du es mal vertonen würdest.)
23.9.11 01:39


Our future - so pointless.


Was da nicht ist, das kannst du nicht erzwingen.
Im eigenen Inneren hast du einen kleinen Spielraum für Versuche. Sobald sich der Gegenstand der Dinge nach außen hin verlagert, hast du verloren. Ist es nicht da, wird es durch deine verzweifelten letzten Handlungsschreie auch nicht wieder kommen, geschweige denn neu entstehen. Begreife das. Willst du es auch so sehr, dass es dir das Herz zerreißt; mit jedem neuen Anlauf, jedem neu gewagten Sprung rammst du den bereits vom Blut feuchten Pflock dir noch tiefer in das Herz. Es tut weh, du weißt es. Merkst es. Kannst kaum atmen, röchelst, strauchelst, fällst. Stehst wieder auf. Warum? Denkst du, je stärker die Schmerzen, desto stärker die Wirkung deines sinnlosen Handelns? Dummes Ding. Werde erwachsen.
e r w a c h s e n | s e i n | h e i ß t | e i n s i c h t | ü b e n.
Weg mit der kindlichen Naivität, die dir sagt, du bekommst alles, was du möchtest. Das Leben ist ein Arschloch, es gibt dir eher weniger als du brauchst, als zusätzlich noch das, was du dir wünschst. Akzeptiere das.
Du wirst Rückfälle haben, ohja. Denk an die vergangenen Monate... ein auf und ab von intensivsten Gefühlsschüben, die reine Hölle. Lass dir den Gnadenschuss geben. Du strauchelst nur einmal, fällst - und stehst nicht wieder auf. Die Seele entschwindet stattdessen in neue Gefilde, sagt der Vergangenheit lebewohl.
Ja. Heute sage ich, das ist die Lösung. Das Lebewohl.
L e b' . w o h l.

. . . . . . . . . .

"Independence is loneliness
And it's independence what's mine."

21.9.11 20:09


Home is where your heart is.



Definately not here.

Der erste Tag ist noch nicht einmal vorbei. Dennoch - ich sitze am Fenster, blicke abwesend auf die fahle Reflexion meines tränenverseuchten Gesichtes. Erinnerungen an den Tag steigen hinauf, vermischen sich mit jenen an die vergangenen Wochen. Im Vergleich - die Vergangenheit beinahe Perfektion. Die Gegenwart, nur Qual.
Wie sie mich heute ansahen. Wie sie mich immer ansehen - so unangenehm, so erniedrigend. Als wäre in ihrem Blick ständig dieser stille Hohn. Nur weil ich anders bin. Ein Fremder. Den sie selbst zum Fremden machen. Ingroup vs. Outgroup. Nur dass ich allein die Outgroup darstelle.
Der Hass auf den Geruch der Stadt. Auf das Erscheinungsbild der Läden. Die Stimmen der Menschen, des Pflasters der Straßen, jedes verdammte Lächeln, das mir entgegenkommt. Doch, liebe Stadt, nun habe ich begriffen. Es liegt nicht an dir. Es liegt an den Menschen hier, an mir. Der Inkompatibilität zwischen den beiden Parteien. Nur weil ich anders bin.
Diese Momente der Sehnsucht. Fortzugehen, irgendwohin, wo mich ein neues Zuhause empfängt. Oder zurück in das alte. Wo du bist. Ja, diese Momente sind die schlimmsten. Wenn ich merke, wie einsam ich hier doch bin. Wie unerwünscht. Ist es dann Zufall, dass es mich gerade dann zu dir treibt? Bei dir war ich erwünscht. Bin es womöglich noch immer. Bei dir kann ich sein, wer ich bin. Mein ganzes Wesen entfalten, voller Leichtigkeit, ohne große Sorge. Weil ich weiß, dass du - einem Engel gleich - immer diesen vertrauten Ausdruck in deinen Augen haben wirst, wenn du in die meinigen blickst. Vertrauen, Bewunderung, Akzeptanz, Neugier, Liebe. Vermischt zu einem perfekten Elixier, das mich zur Zeit am Leben erhält. Falls du das hier liesen solltest... ich mache keine Späße, übertreibe nicht. Es gibt zur Zeit nichts, was mich auf dieser Welt noch hält. Der einzige feste Punkt, an den ich mich klammern könnte (dürfte?), bist einzig und allein du. Kilometerweit weg. Was ist das für ein Gefühl, einen ganzen Abschnitt des eigenen Lebens in den Sand gesetzt zu haben? Es ist schrecklich. Doch schrecklicher ist nur noch das Gefühl dabei, dies dem Menschen zu sagen, den man zurückgelassen hat. Der nun die einzige Rettung wäre. Dieser Schmerz - so lange schon tief in mir vergraben. Zunächst chronisch, jetzt akut. Und er wird immer schlimmer. Ich weiß nicht mehr weiter. Ich weiß einfach nicht mehr weiter... Schwach und vom Kummer geblendet endet jeder Gedanke in dem Wunsch, du würdest mich in deinen Armen halten. So kindisch, so nutzlos. Doch ich kann nicht anders.
Wärst du doch jetzt bloß bei mir...

. . . . . . . . . .

"Hold back time - keep me here. / Take the longing from me."
19.9.11 20:47


[untitled]


Sketchy contours in the distance, raindrops on the front shield. Dancing amazed, crackling, dissolving, without resistance. The alley ahead seems to stand still. We are moving fast forward. Fast forward, slowly down the hill. Layers of fog cover wet concrete. The road ahead of us, mysteriously disappears into uncertainty. Gazing through the drained glass, motionless. Flashes illuminate the grey nothingness called sky. Their rythm, like heartbeats of voiceless clouds in rage. No thunder, only the macabre light show above us.
I am longing for company. Somebody to feel free with. Warm matter next to me. Reaching out for me, lifting the weight with a single embrace. I want to be alone. Without my mask, but with my sorrow. Desperation. Thoughts chasing each other. Stumbling around in my head. Imploding, exploding. The need to immaterialize. To vanish away, leaving nothing behind. Without a trace. Without any sound. Without any meaning.
But there is nothing left. Apart from moving on and on. Deeper into the fog, never knowing what might suddenly appear on the dark road.

. . . . . . . . . .

"[...] this core that we carry inside us of black and poisonous ink that darkens everything we touch, everything we experience [...]"
Thanks to D. for this wonderful description of an extremely sad truth.
17.9.11 15:24


Deprivation Days


Escaping from warm sunbeams
Accompanied by sighs,
I’m seeking comfort in dreams
Deluding me with their lies.

Blinded by pure illusion,
Visioning what will never be.
Welcome, Deprivation Days,
Evoke the emptiness in me.

I’m hiding in a self-created reality,
Fleeing into my own weak embrace,
Trying to protect human vulnerability,
Waiting vainly to be given some grace.

Blinded by pure illusion,
Visioning what will never be.
Welcome, Deprivation Days,
Evoke the emptiness in me.

Reminiscence is here,
The present‘s disappeared,
Burn the past forever.
The need to get away
Fights the will to stay,
Please never say never.

Blinded by pure illusion,
Visioning what will never be.
Welcome, Deprivation Days,
Break loose the storm in me.
Dwelling in confusion,
Apathy‘s still set free,
Here you are, Deprivation Days,
Embrace the emptiness in me.

. . . . . . . . .

"I long,
I still long,
I long so much away - from me - for me."

25.8.11 01:08


Unser Alaska.


Willkommen in der Heimat.
Habe mich auf und davon gemacht,
Nur das Mindeste an Sorgen mitgebracht,
Bin nun hier.
Nah bei dir.

Neben dem stets verbliebenen Stress
Überall Neues, überall Verändertes,
Mit jedem Schritt ein wenig mehr perplex.
Die Augen aufgemacht und aufgerissen,
Vorbei an nie dagewesenen Mauern,
Zwischen Staunen und Trauern,
Im Endeffekt sei drauf geschissen.

Nun liegen wir hier,
Kaputtgefeiert und schweißdurchtränkt.
Geld wurde zu Bier,
Vorsätze an die geflüchtete Vernunft verschenkt.
Sieh' mich an! Nein tu es nicht,
Schau sofort weg! Ich fixiere dich.
Abstand wo bist du? Berühre mich,
Halte mich, liebe mich, verpisse dich.
... nicht.
Sinn gegangen, Lust gefangen,
Feuer löscht Wasser, Wasser brennt.
Wir tanzen durchs All - ungehemmt,
Schmerz war dem Verlangen schon immer fremd.

Händchenhaltend dem Weltuntergang entgegen,
Pogotanzend zwischen Sternen und Kometen.
Sternenstaub, der an uns abprallt,
Hörst du, wie unser Gesang durch Galaxien hallt?

Dann... Stille. Ein Blinzeln, ein Blick.
Mit jedem Herzschlag kehren Gedanken zurück
in die Wirklichkeit, sie holt uns ein.
Der Traum bedankt sich für sein kurzes Sein.

Brennendes Wasser erkaltet zu Eis.
Schillerndste Farben ergeben zusammen weiß.
Unser Alaska breitet seine Schwingen aus,
Verstummt, verschlossen - nun, Liebste:
willkommen zu Haus'.

::::::::::::::

Gut ist was Anderes. Doch manchmal ist einem auch das schlechteste Ventil recht - Hauptsache, es kommt ein wenig Luft heraus.

. . . . . . . . .

"... doch Schmetterlinge sterben so laut."
7.8.11 21:30


Too much. Simply too much.


Lies den Satz, wiederhole ihn im Kopf. Merken. Merken. Lies ihn nochmal, noch ist der Inhalt nicht verankert. Lies ihn, lies ihn, lies! Und nochmal. Kannst du ihn jetzt endlich? Es warten noch unzählige Sätze auf die gleiche Prozedur. Also weißt du nun, was in ihm steckt?
Nein. Nein, verdammt nochmal, ich weiß es immer noch nicht.
Starre das Skript an. Den Satz, fixiere ein Wort, einen Buchstaben, einen Bogen dieses Buchstabens. Starre und starre. Auf das Blatt, vor mich hin - ins Nichts.
Unfähig. Gedankenlos und doch so gedankenbeladen. Alles schwirrt mir durch den Kopf, nur nicht das, was sich in ihm herabsetzen sollte. Lernen kannst du nicht. Arbeiten? Auch nicht, Konzentration ist Mangelware. Der Chef aber ist ungeduldig. Außerdem solltest du dich mit der Arbeit beeilen, damit du bald mehr Zeit für die Wohnung hast. Die in Ordnung bringen, aufräumen, Besichtigungstermine wahrnehmen - sie hoffentlich bis zum 1. August loswerden. Übrigens, Ende Juli wird auch umgezogen, Madame. An jenen Tagen, an denen du die Hausarbeit eingeplant hattest. Die du vorher übrigens nicht schreiben kannst, weil die Zeit bis dahin sogar zu knapp ist, um für jede anstehende Klausur zu lernen.
Ich wäge ab. Welche schaffe ich ohne lernen? Prinzipiell keine. Außer die aus dem Sprachkurs mit ein wenig Glück. Okay, Schwedisch wird nicht gelernt. Schade - das hätte noch am meisten Spaß gemacht. Weiter denken, weiter, weiter! Für die restlichen muss gelernt werden. Für alle viel? JA! Unmöglich. Die Orientierungsprüfung - die sollte vorbereitet werden. Was ist mit der Prüfung übermorgen? Zählt viel. Starre immer noch das Skript an - so wird das nichts. Vielleicht solltest du doch ein wenig arbeiten. Den Bildschirm anstarren und Daten sortieren. Um danach vor lauter Kopfschmerzen nicht mehr lernen zu können. Oh yeah.
Okay. Dann was Anderes. Kümmer dich um die Interessenten für deine Wohnung. Ah, Moment, da war doch was. Handy ist ja kaputt, also kein Telefon zur Verfügung. Scheiße. Dann muss das wohl warten, bis das neue Handy angekommen ist. Womit wir gleich beim nächsten Punkt wären. Mit viel Glück wird es morgen geliefert. Der Postbote wird unten klingeln, darauf warten, dass ich an die Anlage gehe und ihm sage, welcher Stock. Falsch. Die Klingel ist nämlich KAPUTT. Die Elektriker, die sie reparieren wollten, haben meine Handynummer und wollten sich noch melden. Tja, wie schade, dass ich kein Handy habe. Was nun? Gute Frage. Hoffentlich ist DHL der Lieferant, die haben die netten gelben Abhol-Boxen. Ansonsten darf ich wasweißichwohin fahren, um mein Handy abzuholen. Weil ich morgen ja auch so viel Zeit habe, neben Schlagzeugunterricht, Vorlesung und LERNEN für die Klausur am Mittwoch. Haha. Danke liebes Leben.
Gut, wo waren wir? Achso ja, was ich noch mit meinem heutigen Tag anfange. Alles so schön geplant gehabt, nichts in die Tat umgesetzt. Weil unkonzentriert, problembeladen, voller Schwäche, Selbsthass und Einsamkeit. Und jetzt versinken wir im Blogeintrag voller Selbstmitleid? Nein. Lediglich ein Verarbeitungsversuch, um einen klaren Kopf zu bekommen. Wie ist es, jeden Tag mit all diesen Gedanken, die sich jagen, im Kreis drehen, fangen, erschießen, zusammentun und Amok laufen, durch die Welt zu hetzen und nebenbei noch lächerliche Pflichten wie Uni, Arbeit, Schlagzeug, Sport, soziale Kontakte und das Leben zu erfüllen? Das ist ja noch nicht alles. Wäre ja alles kein Problem, wenn es nicht um mich ginge.
Beladen mit Selbsthass, getrieben in die Arme von Menschen, die es nicht gibt. Einsam, nach ein wenig Zuwendung, Zuspruch und Vertrauen sehnend - und stets alleine vor der weiten See der Probleme stehend. Der Sturm zieht auf, schon seit langem. Ich warte nur noch darauf, dass er ausbricht. Ich weiß nicht, was dann passiert - ob alles heil bleibt oder verwüstet wird. Aber dieser Zustand der unerträglichen Spannung wird gebrochen werden. Das ist mehr als genug.
Ohne Selbstvertrauen, voller Selbstverachtung und mit lim x->minusUnendlich Selbstakzeptanz beladen stolpere ich durch die Welt, während diese denkt, ich sei die Perfektion in Person. Ja, denkt das nur. Es ist im Grunde genommen ein Prestige, das ich anderen voraus habe. Es tut gut, wenn Menschen anerkennend nicken. Doch es tut auch weh, gleichzeitig daran zu denken, wie wenig - nichts! - sie über dich wissen.
Ich gehe unter. Langsam.
Wo fange ich an? Ich glaube, ich gehe lernen. Vielleicht legt dieser Blogeintrag endlich den Sorgenschalter um und ich kann mich endlich darauf konzentrieren, die Probleme zu lösen - anstatt mich von ihnen unterkriegen zu lassen.
Liebe Leute - bitte wünscht mir Glück. Es ist nicht schön, so ganz alleine dazustehen. Nicht, wenn man vor einer Herausforderung steht, die man so groß noch nie erlebt hat. Nicht, wenn man mit sich selbst hadert und sich am liebsten ausgelöscht sehen würde. Das ist alles ganz und gar nicht schön.
11.7.11 17:45


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