Living between concrete walls.


If I had a heart, I could love you.
If I had a voice, I would sing.
After the night, when I wake up,
I'll see what tomorrow brings.

(If I had a heart - Fever Ray)

Zwischen Existenzmaximum und Existenzminimum. Die Fluktuation des Selbstbildes, Selbsthass und Überschätzung des Ichs eng ineinander verwoben. Rückschläge, Kräftesuche, zu viel Mut - ich verfehle die Kante, stürze hinab, in den Abgrund. Unverwundbarkeit nach außen gekehrt, setze ich den Weg fort. Allein durch die düstere Leere der Nacht, verschreckt durch helle Lichter, die ab und an aufblitzen. Das Dunkel empfängt mich in seiner Geborgenheit.
Ihr könnt mir alle nichts. Ich bin nach außen stark, kalt wie Stahl. Was ich liebe, wisst ihr nicht. Was ich hasse, ahnt ihr nicht im leisesten. Wonach ich mich sehne, erzählen meine Träume nur mir. Ihr seht die leere Puppe, die ich nach außen hin sein möchte. Ihr Innenleben tief im Kästchen versteckt, den Schlüssel stets bei mir. Doch geöffnet wird es, wenn ich es sage.
Verletzen könnt ihr mich nicht. Keiner von euch.
Nur ich. Ich, ich, ich. Dennoch - ich bin immer noch kein Egoist.
Nichts weiter, als ein weiteres Wesen, das sinnlos durch die Lebenswüste streunt. Einsam am Fenster sitzt, auf dunkle Straßen hinabblickt. Den Nachttanz der Autos beobachtet. Ihre Lichter, sie verschwinden so schnell wie sie aus dem Nichts auftauchen - und dennoch bleiben sie im Endeffekt immer gleich.

. . . . . . .

"Die Welt teilt sich nicht in Weiß und Schwarz. Jeder Mensch hat sowohl eine helle als auch eine dunkle Seite. Es kommt nur darauf an, welche dieser Seiten unser Verhalten steuert."

14.6.11 22:47


Futok - Képzelt város


Einzelne Töne, Melodien, klingen langsam aus. Stille. Dann - eine Gitarrendwand, brachial und schützend zugleich, trägt dich hinfort. Diese Musik, wie schafft sie es, all die Sehnsucht in mir aufflammen zu lassen? Die Sehnsucht nach etwas Unbestimmtem, schier Unbegreifbarem. Nach etwas, das noch nicht existiert. Was wir noch nicht kennen. Ist es vielleicht ein Moment der puren Erfüllung? Ewige Sicherheit? Unverdünntes Glück, das durch die Venen strömt? Oder vielleicht doch einfach nur der Tod und sein erlösender Hauch?
Ich weiß es nicht, aber das ist gut so. Alles Unbekannte verliert die Faszination, sobald wir wissen, worum es sich handelt.
Post Rock, ein Genre, mir so rätselhaft. Trägt dich weit hinfort, lässt dich träumen, weinen, verzweifeln, ruhen und vor allem eines: sehnen. Wie es diese Musik zustande bringt, weiß ich nicht. Aber manchmal schließe ich einfach nur die Augen, versuche mich hinter dem Licht zu verstecken und lasse die Musik ins Innerste hervordringen. Es sind die Momente der Flucht. Die Flucht aus dem Leben, aus der Gedankenwelt, aus dem Ich - hinein ins Nichts. Danke dir, Post Rock.
Danke Képzelt Város, die ihr mir geholfen habt, diese lang gehegten Eindrücke in Worte zu fassen. Jetzt, obwohl ich eigentlich lästigen Pflichten nachgehen sollte. Pflichten, die überbewertet, aber dennoch verlangt werden. Belastungen, so unnötig. Konstanter Druck auf die Psyche, sodass es dem Selbst schwer fällt auszubrechen und loszulassen.
In diesem Zusammenhang auch mal eine Anmerkung: es wird hoffentlich demnächst ein neues Layout geben. Ich habe Lust auf ein neues Design, der Winter ist schließlich vorbei. Auch das Coden reizt mich wieder. Nur muss dazu mal die Fotografie ein bisschen wiederbelebt werden, leider habe ich sie in den letzten Monaten sehr vernachlässigt. Es tut mir auch leid, mein Baby. Aber bald wirst du wieder blühen in dieser grauen Welt, der wir mithilfe unserer Seele Farben geben müssen.

"De az is lehet, hogy megállok,
A fejembe is jól belekiáltok,
Több szavamat még sem akarom,
A lelkemet avarba takarom."
29.5.11 14:44


Hard times are ahead.


I can feel my world crumbling,
I can feel my life crumbling,
I can feel my soul crumbling.


Schleppt mich bitte fort. In einen Raum aus Glas, mitten in das Nichts abgeladen. Nach außen isoliert, bis auf den Blick, der auf nichts als Schwärze trifft, sobald man ihn nach außen richtet. Sperrt mich dort ein, lasst mich ja nicht wieder heraus. Verlangt nicht nach mir, lasst dem verzweifelten Ich seine Isolationshaft. Das ist es, was ich gerade brauche.
Ich möchte schlafen, bis die Schwäche endgültig zerronnen ist.
Ich möchte schreien, ohne dass es jemand hört. Beleidigungen an das Selbst, Wortfetzen, Anklagen, die nichts weiter tun würden, als von der kalten Glaswand auf mich zurückzuprallen.
Ich möchte in den Tiefen der Selbstreflexion versinken, notfalls - sollte es nicht anders gehen - dort auch ertrinken. Um neu geboren zu werden.
Lasst mir diesen Urlaub. Er würde ein Abstecher in die persönliche Hölle werden, aber das braucht euch nicht zu kümmern. Es gibt Zeiten im Leben, da haben der Verstand und die Gefühlswelt einen gemeinsamen Blackout. Wenn nun selbst das physische Wesen kraftlos erschlafft, der Wille sich den Umständen demütig beugt, weil er nicht mehr anders kann - ja, dann ist der Punkt erreicht, um sich in diesen Raum zu wünschen.
Die Würde vor sich selbst niedergelegt, wie eine unbrauchbar gewordene Trophäe, einstweilen so mühevoll verdient.
Gebt mir nur ein wenig Zeit in diesem Raum. Schaltet die Welt um mich herum aus, lasst mich alleine.
Ich möchte mir in die Augen sehen, verachtungsvoll; mich gnadenlos zerfetzen.
In der Hoffnung, dass etwas Neues entsteht, das dem Vergangenen ähnelt.
Doch weder gibt es diesen Raum, noch die Zeit, noch die Erfüllung von Hoffnung. Life sucks, Leute. Macht trotzdem das Beste daraus.

. . . . . . . . . .

"Hoffnung: Sie ist die wesentlichste menschliche Illusion, die beides ist – sowohl Quelle unserer größten Stärken, als auch unserer größten Schwächen."
24.5.11 19:07


Would you care at all?


"Hört mir zu, Maden: Ihr seid nichts Besonderes…
Ihr seid keine wunderschönen, einzigartigen Schneeflocken!
Ihr seid genau so verweste Biomasse wie alles andere!
Wir sind der singende, tanzende Abschaum der Welt!
Wir sind allesamt Teil desselben Komposthaufens!"


Desillusioniert. Angewidert. Voller Wut und Hass, sinnlos aufgestaut in einer Ecke des Selbst. Der nichtssagenden Hülle, auf die wir alle dennoch so viel Wert legen. Wir sind leer, allesamt so verloren.
Meine Schwäche, sie flüstert mir zu. Verrät mir: du bist ausgebrannt. Ermüdet, enttäuscht, dennoch manchmal glücklich.
Wie auch immer. Manchmal wäre so ein kleiner Kopfschuss einen Moment lang wirklich sehr praktisch.
19.5.11 15:11


All the pretty people died.


Willkommen zurück, meine Damen & Herren. Die vergangenen Tage habe ich den Blog etwas vernachlässigt... Nicht bewusst, die Umstände haben es scheinbar so gewollt. Der Mangel an Zeit, er tötet die Tiefe der Gedanken. Die Belanglosigkeit des Alltags, in die meine Flucht ab und an führt, sie lässt taub und stumpf werden. Aber es kümmert mich nicht - noch nicht. So viel dazu.

Heute, ein Tag, der aus dem Raster fällt. Eindrücke, alle nicht besonders, aber trotzdem so eigen. Erneut ist mir das Grau unserer Welt aufgefallen. Die kahlen Betonbauten, die nichtssagende Kommunikation zwischen den Menschen und ihre unbelebten Gesichter, die dir beim Spaziergang durch die Straßen begegnen. Warum fühlt man sich auf einen Schlag so klein? Ein Teil des Ganzen und gleichzeitig auch wieder nur eine einzelne Gestalt am Rande des Geschehens, unbeteiligt, deplatziert, vergessen. Nichts weiter als ein zusätzlicher farbloser Fleck bist du auf dem Grau der Weltoberfläche. Schaut mich nicht an, ich gehöre nicht zu euch. Dann - Einsamkeit. Seht her, ich hätte gerne eine Portion Halt.
Wo sind all die Menschen hin, die mir jemals etwas bedeuteten? Jene, die etwas in dir sahen. Dieses etwas auch zu schätzen wussten. Jene, die für dich mehr als eine graue Hülse aus kontinuierlich absterbenden Zellen darstellten. Manchmal fehlt ihr mir. Dann frage ich mich, was aus euch geworden ist. Manchmal wiederum bin ich gerne alleine. Isolation als Gedankenbarriere. Die Lichtung im Wald, umgeben von Bäumen, die die Sicht nehmen. Keine Sicht, kein Wissen. Kein Wissen, keine Sorgen.
Minuten, Stunden, Tage voller Reflexion. Immer wieder endet es an einem Punkt. Abrupt, ohne dass es weitergeht. Erkenntnis, die niederschmettert. Dennoch nicht genug Kraft raubt, um den Willen am Boden zu halten. Das Wechselspiel der Entschlossenheit und der Selbstverleumdung. Alternierende Schwäche, falsche Stärke. Was ist los in mir? Der Sturm, längst vorbei. Mir scheint, als hätte er alles Essentielle mit sich getragen, hinaus in das Grau der Welt gefegt. Der Verstand konkurriert mit dem handelnden Ich.
Alles nichts weiter als ein einziger Fehler.
Doch eines dürfen wir nicht vergessen: niemand wird ihn für uns beheben. Ganz egal, wie es weitergeht.

. . . . . . .

"Es ist das Gefühl der Berührung. In einer normalen Stadt geht man zu Fuß, man berührt einander, rempelt sich an, in [...] berührt dich nie jemand. Wir sind doch immer hinter Metall und Glas. Ich glaube, diese Berührung fehlt uns so sehr, dass wir miteinander kollidieren müssen, um überhaupt etwas zu spüren."
15.5.11 01:28


Das Leben vergibt keine Schwäche.


Légy erös. Büszke. Büszke magadra és arra, amit eddig elértél. A tudásodra, a képességeidre, a gondolkodásmódodra. Gondolkodsz, tehát vagy. Igaz, szomorúság az egyetlen kíséröd, de ne feledd - a szomorúság egyedül a gondolkodásod teremtménye. Akkor se hagyd abba. Lásd, hogy egy értékes ajándék, a világot egy bizonyos szemszögböl látni. Még akkor is, ha ez nem egyezik mások szemszögével. Különleges vagy. Értékes. Mindegy, hogy értelme van-e a létednek - csinálj valamit az életedböl. Ne csüggedjen a fejed állandóan. Próbálj és ess hasra. Semmi baj. Lesz aki felsegítsen. Ha nem, akkor nem. Hiszen neked is van két kezed, amivel fel tudsz támaszkodni.
Légy erös. Büszke. Értékes vagy, képes vagy elérni bizonyos dolgokat. Ez a te életed, ne feledd. Használd ki a lehetöséget és alakíts valamit belöle. Ne vesszen el.
Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy. Légy erös. Büszke. Értékes vagy.

(Minden Magyartól, aki ezt megérti, bocsánatot kérek a hosszú "ö" kimaradásáért. A német billentyük ilyet nem ismernek.)
28.4.11 16:39


Hermann Hesse - Stufen


Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
(...)

Wenn es doch nur so einfach wäre.
Meine Lieben, ich habe das Gefühl, alles ist eingerostet. Das Schreiben, so schwer. Die Worte fließen nicht aufs Papier, Sätze müssen erkämpft, getötet und neu erschaffen werden. Die Konzentration verliert sich in den Gefilden des Alltags, bleibt an Gedankenfetzen hängen, die in der Gegenwart nichts mehr verloren haben. Nichts klappt so, wie es der Wille diktiert. Der Verstand & der Körper streiken, wehren sich gegen ein Leben im Modus 2.0. Warum?
Vielleicht bedeutet es nichts, vielleicht sind es nichts weiter als Startschwierigkeiten. Der Motor braucht, bis er warm wird und anspringt. Und vielleicht sind es Warnlämpchen, die blinken. Die mir sagen, dass dieses Leben 2.0 nicht der Weg ist, den ich gehen sollte. Who knows. Immer dieses Fazit. Schrecklich. So langsam sollte es mal jemand wissen. Oder mich sollte es nicht mehr wundern, dass es niemand weiß.
Hermann Hesse, Sie waren ein toller Mensch. Herzlichen Dank für die bereichernden Gedichte, sie haben oft den ein oder anderen Schmerz gelindert.
Für alle unter euch, die in der Poesie dieses netten Herrn weniger bewandert sind, ein Lesetipp: Im Nebel. Mein liebstes Gedicht des Herrn.
27.4.11 21:16


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